Muffin und Muttertag

Wir sind unserer Zeit voraus. Ganz eindeutig. Denn während für den Rest der Welt am Sonntag Muttertag ist, war es bei uns schon am Freitag soweit. Irgendwie. Denn da haben K1 und K2 stolz die von ihnen gemachten Präsente aus dem Kindergarten präsentiert. K1: „Schau, ein Herz mit meeeeeeinem Foto drauf. Und ein Muffin. Den haben wir selbst gebacken“. Sprachs,  um gleich nach zu setzen: „Das ist meiner. Darf ich den jetzt essen,  ich hab Hunger“. Was soll man da als Mutter mit massiver Die-Kinder-Könnten-Verhungern-Angst schon anderes sagen, außer: „Ja“. Und schon war er vorbei, der Muttertagsmoment. Und ich wusste wieder, warum Muttertag – also die Idee die Mutterschaft einen Tag lang zu feiern und mit einmal Frühstück-Ans-Bett-Bringen die gefühlten 540 Waschmaschinenwaschgänge, die ich so im Jahr wasche, abzubezahlen – mir nicht liegt. K1 liegt er wohl auch nicht. Dabei liebe ich essbare Geschenke wirklich – die stehen nicht lang rum, schmecken manchmal sogar halbwegs und man muss keine Schlösser aus Lügen bauen, um sich vor den lieben Kleinen zu rechtfertigen, warum ein ganz bestimmten Bastelwerk von vor gefühlten 100 Jahren nicht mehr da ist. Ähm. Aber nix. Weg ist er, der Muffin. Und ich krieg das Papier, zum Wegwerfen. Bleibt nur noch die Hoffnung: Vielleicht ist ja K2 gaaaaanz anders. Auch er hat etwas gebastelt. Und ist stolz drauf: „Bume“. Aus Papier, in Blau. Und er ist wirklich ganz anders als K1. Denn K2 gibt das Teil nicht mal aus der Hand. Hat er gebastelt. Oder eher die Kindergärtnerin. Denn K2 ist mit 2 1/2 eher noch nicht soooooo geschickt ist im Umgang mit Schere, Papier und Kleber. Naja, ich mit 40 1/4 bin es ehrlich gesagt auch noch nicht. Also ist das ja vielleicht doch keine Frage des Alters. Trotzdem, ich tippe darauf, dass er da Hilfe hatte. Trotzdem. Er bleibt dabei. Hat er gemacht. Und ist seins. Aber da gammelt ja noch etwas rum. Ein verschraubtes, durchsichtiges Glas mit irgendwas drin (Eventuell Badesalz? Oder Steine?). Ich stecke es ein, um später zu recherchieren, was das sein soll. Oder am Montag unauffällig einen der Kindergärtnerinnen zu fragen, was sie da gebastelt haben. Nächsten Jahr müssen die sich aber etwas mehr anstrengen. Da fahr ich jetzt eine Null-Toleranz-Politik, denn immerhin sind die Kindergärtnerinnen alle schon über 20 und sollten sich schon ein bisschen mehr anstrengen. Aber wirklich!

 

 

 

 

Ein Kommentar zu „Muffin und Muttertag

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