Sommerpause im Kindergarten. Tag 3.

IMG_6268DONNERSTAG. Es ist Donnerstag. Was an sich schon gut ist, denn die Woche hat ein Ende. ABER. Es ist Donnerstag. 01:45. Und vor mir steht K2. Und das macht den Tag  … nunja … vom Beginn her eher bescheiden …

Tag 3 beginnt also nicht nur mit einem Statusbericht des Grauens, sondern auch VOR Morgengrauen. Also eiligst aufgestanden. Denn K2 – der sich plötzlich vor meinem Bett manifestiert hat und zum Glück und im Gegensatz zu den meisten Horrorfilmen kein blitzendes, scharfes Messer (obwohl ich wasche meine im Geschirrspüler, daher sind meine eh sicher nicht scharf) schwingt, sondern mir mit schlafschalem Atem ein liebevolles „Flaschi, Mama“ entgegen haucht. Also hurtig auf die Beine – die ziemlich schwer sind. Und ich stolpere brillen- und dioptrienlos in die Küche. Flaschi. Mikrowelle. Fertig. Hurra.

Denkste. Kind will kuscheln. Also zum Kind gekuschelt und gehofft, dass es schnell geht. Aber. Denkste. Er freut sich eine geschlagene Stunde, mich an seiner Seite zu haben. Irgendwann wache ich desorientiert und verknotet auf meinen 15 cm breitem Schlafplatz auf.

03:50. Und K1 schreit. Hysterisch. Wie nur 4 3/4jährige schreien können. Der Grund: irgendwie unbekannt. Lulu muss er nicht. Durst hat er nicht. Aber zum Glück bin ich jetzt nicht mehr allein. Denn da wankt noch ein Zombi herum: der hasigste Ehemann aller Zeiten. Und murmelt wie Golom vor sich  her, dass das Babyphon an war. Ja, das Babyphon. Und ihn aus seiner todesähnlichen Ruhe in die Vertikale gerissen hat. Zum Glück hat das Schicksal erbarmen. Und K1 beschließt spontan, bei Papa schlafen zu wollen. Pech für ihn. Bett für mich 🙂

07:30. Wasserrauschen und Kaffeduft weckt mich. Doch es bleibt beim Duft. Der Mann hat sich Kaffe gemacht und ihn schon getrunken. Tja, der Duft, der bleibt … Der Ehemann ist dabei, sich soweit zu sanieren, dass er für die Arbeit salonfähig ist. Und K1 begrüßt mich mit: „Hallo du Langschläfer. Ich bin ein Frühaufsteher.“ Super Kind. Wann ziehst du aus? Aber heute ist sowieso alles egal. Kaffee Nummer 1 hilft da wenig und Kaffee Nummer 2 leider auch nicht viel. Ich bin müde. Und schläfrig und will nicht. Gähhhnnn … Doch es gibt kein Erbarmen. K2 manifestiert sich hinter mir. Lautlos. Beinahe hätte ich geschrien und wäre auf ihn drauf gestiegen. Wieder gibt er seine Bestellung bei mir ab – und nimmt dasselbe wie immer: „Flaschi“.

11:00 und der Tag braucht aus meiner Sicht  nicht kommen, er kann gleich wieder gehen. Die Kinder spielen nach dem Frühstück „Wui Wui Wui“ italienische Feuerwehr und Rettung im Wohnzimmer und veranstalten Bobby Car Rennen durch die Wohnung. Ich bringe meine Zehen im Bett in Sicherheit. Und versuche, wegzudösen. Es gelingt. Nach 5 Minuten steht jemand neben mir und … nunja … STINKT mich wach. Es ist zum Glück K2 – der gerade zum Glück eine Windel trägt und sich zu meinem Glück auch ohne Waffengewalt wickeln lässt. Also trotte ich in die Küche, um schnell das Tagesgericht zuzubereiten: Pfannkuchen. Eines der Leibgerichte der Ks. Doch heute: drei Bissen und genug wars. Man kann nicht immer gewinnen …

14:00. Es ist die perfekte Zeit fürs Abendessen, oder besser gesagt, um vorausschauend das Abendessen vorzubereiten. Und dann noch schneller die Wohnung verlassen. Denn der Lärmpegel steigt. Mein Erregungsniveau auch – und ich meine hier jetzt nicht die schmutzige Erwachsenenvariante. Nein, mir schwillt der Kamm und die Ohren klingeln. Da hab ich den nächsten  Weltkrieg gerade noch verhindert. Ich bin eine Heldin. Wenn auch eine mit unflätiger Sprache. Das fällt mir wieder auf, als sich K2 bei unserer Rückkehr nachhause gleich mal um das Treppengeländer wickelt.

17:00 die nette Nachbarin schaut so komisch, nur weil das Kind immer noch am Geländer hängt. Vielleicht hätte ich sie nicht fragen sollen, ob sie das Kind mitnehmen will. Wir geben es günstig ab. Nur leicht gebraucht … Hhm. Aber ich hab keine Zeit, da näher nachzudenken. Denn die Ks brauchen schnell Abendessen, sonst sind sie zu müde zum Essen und dann zu quengelig zum Baden. Beides gerade noch geschafft.

19:10 K2 schläft beim Flaschi-Trinken ein. Einer ist schon abgehakt!
20:15: K1 entlässt sich nach drei Gutenachtgeschichten aus seinen Fängen. Gute Nacht …

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