#Blogparade: Das wars. Mein aller aller schlimmstes Weihnachtsgeschenk.

Schenk dich glücklich will es ja wirklich ganz genau wissen. Nicht nur, was da aller aller aller aller schlimmste Weihnachtsgeschenk war, sondern auch, von wem. Nun. Hier kommt meine kleine Weihnachtsgeschichte. Ho ho ho.

Es war im letzten Jahrtausend. Nicht nur gefühlt, sondern wirklich. Und ja, ich war damals schon erwachsen, wenn auch noch jung und die Cellulite nur ein Gespenst der zukünftigen Weihnacht. Ähm. Schauder, wenn ich an das gegenwärtig dräuende Weihnachten und mich in Knackwurst-engem Kleid sehe. Denn Cellulite hört nicht bei den Oberschenkeln auf … aber das ist eine andere Geschichte. Und  jetzt schnell zurück zum Thema.

Ich war damals jung und verliebt. Und er war jung und verliebt. Und dann war Weihnachten. Und ich daheim bei meiner Ursprungsfamilie. Und er bei seiner. Als irgendwann das Festnetz-Telefon – ja genau, das FESTNETZTELEFON, das ist so ein Ding ohne Display, mit Schnur und ohne Internetzugang – läutete. Und er dran war. Und er mich dann fragte, wo genau im Haus mein Zimmer wäre und was ich so täte. Naiv, wie ich war, gab ich Auskunft. Und dann, kurz darauf leuchtete ein heller Strahl durchs Fenster. Kein Stern. Ein Laserpointer. Und der junge Mann verkündete mir, dass er sich aufgemacht hatte, um mich zu sehen.

Also schnell aus dem Pyjama in Jeans und Top gesprungen, der Ursprungsfamilie vorgefastelt, dass eine Freundin da wäre und ich kurz mit ihr ins nächste Kaffeehaus fahre (ja am Land, da gab es damals noch kaum andere Lokale. Damals, in der Steinzeit). Und dann raus, Tür zu. Gas gegeben. Und im nächsten  Lokal gesessen und Geschenk erhalten. Selbst eingepackt war es , wie man unzweideutig mit einem Auge erkennen konnte. Und darin: ein Tamagotchi. So ein komisches kleines Ding, dass immer schreit und Hunger hat und stirbt, wenn man sich nicht drum kümmert. Ich war verzaubert. Zunächst. Das Ding tat genau das. Es schrie, es starb. Immer und immer wieder. Ich trug es in der Hosentasche. Tot. In der Handtasche. Tot. Um den Hals gehängt. Auch tot. Immer tot. Bis die Batterie leer war. Was soll ich jetzt noch sagen? Am besten gar nichts mehr. Ich zitiere nur noch. Und zwar das Zitat, das Schenk dich glücklich verwendet hat:

Schenken heißt, einem anderen das geben, was man selber behalten möchte. – Selma Lagerlöf

Wieso ich das Zitat zitiere? Weil ich mir gewünscht hätte, dass der Schenkende das Geschenk behalten hätte. Das wäre das schönste Geschenk gewesen 😉 Denn ich war eine echt schlechte Tamagotchi-Mutter, aber rückblickend war ich wohl nicht schlecht genug. Denn heute haben der nicht mehr ganz so junge Mann und ich zwei Kinder. Sie schreien auch, aber sie sterben nicht. Zum Glück.

2 Kommentare zu „#Blogparade: Das wars. Mein aller aller schlimmstes Weihnachtsgeschenk.

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