Das Wunder vom Nikilau

niki

6. Dezember. Alle, die Kinder haben, wissen, was es  jetzt geschlagen hat! Und einige von denen ohne wohl auch. Heute ist Nikilau – wie ihn K2 so nett. Was genau der gemacht hat, ist mir jetzt mal entfallen, aber ich glaube, er bringt vor allem eines: Geschenke. Entweder in Form von Obst, Süßigkeiten oder doch was Handfestes wie Spielzeug. Bei uns gibt es aus Überzeugung IMMER Süßes – das erledigt sich meist früher oder später von selbst. Spielsachen halten sich da meist viel länger bzw. lassen sich nicht so einfach schwuppdiwupp entsorgen …

Als ich meinen schlafzimmermüden Blick auf den Kalender richtete und  mein Gehirn langsam auffaltete, sah ich, dass heute der Nikilau in den Kindergarten kommt. Vorgabe: Heute sollen alle etwas früher dort sein. Von mir aus, dachte ich mit der ganzen Naivität meiner 40 Jahre. Doch ich hatte die Rechnung ohne die Ks gemacht – die geheimen Herrscher meiner Wohnung, die auch mein Leben und mein Zeit-Management in Geiselhaft haben. Die die wollten: 1. spielen, 2. spielen, 3. sich nicht anziehen. Wir hatten einen typischen Interessenskonflikt. Denn ich wollte: 1. nicht spielen, 2. die Kids anziehen, 3. raus hier (am besten übers Wochenende). Aber. Nichts zu machen. Und der Zeiger marschierte unbarmherzig vorwärts. Selten habe ich meine Uhr so ticken gehört – zumindest nicht mehr, seit ich die Ks hatte. Ähm.

Aber dann, kurz vor 7:30 – die Nerven waren zum Zerreißen gespannt, die Stimmbänder leicht überdehnt vom regen Gebrauch – da geschah das Wunder. Ein Nikilau-Wunder. Und dazu brauchte es nur ein paar einfache Worte, doch die wirkten Wunder, öffneten die Tür in verstockte, kleine Köpfe und sogar die Eingangstür: „Ks, heute kommt in Kindergarten der Nikolo!“ Und siehe da, die Ks hörten auf, sich beim Anziehen am Boden zu winden und dabei zu aus den Kleidungsstücken zu schälen wie eine sich häutende Schlange mit Neurodermitis-Schub. Sie ließen sich anziehen. Stiefel. Weste. Schal. Haube. Und aus dem Haus bugsieren. Rein in den Aufzug. Und ab zum Nikilau.

Und ich? Ich bin jetzt ein Fan vom Nikilau. Von mir aus darf er ruhig öfter als einmal im Jahr kommen – vor allem in den Kindergarten, wenn er da auf die Ks wartet. Amen. Und Halleluja.

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