Ganz verstohlen bestohlen.

Also eines vorweg, mir wurde schon lange nichts Wichtiges mehr gestohlen. Irgendwann in den 90er Jahren meine Unschuld, dann einmal in Wien 100 Schilling (auch das schon einige Tage her) aus meiner Geldbörse  und dann – auch wenn ich das sehr gerne vergesse – 1997 mein Herz (seitdem bin ich wohl herzlos und untot 😉 ). Ansonsten: nix. Und schon gar nichts, an dem mein Herz hing. Aber jetzt, jetzt ist es so weit. Und das gleich zweimal. Kurz hintereinander. Und in meinen eigenen vier Wänden, hier in der Wiener Wohnung. Ein Affront. Ein Verstoß gegen die guten Sitten. Ein Fauxpax. Ich schnaube, ich wüte, ich suche – zumindest einen Schuldigen. Denn ich habe einen Verdacht. Und zwar einen begründeten. Auch wenn er nur auf Indizien beruht. Aber die, die sind dafür handfest.

Denn beide Male wurde mir aus dem Wohnzimmer Wichtiges entwendet. Das erste Mal am 27.12.2016 vom Esstisch: 3 Kilo selbst gemachte, super gute und einzigartige Weihnachtskekse samt Riesen-Ikea-Aufbewahrungsdose lösten sich in Nichts auf. Und dann am 07.01.2017 wieder: diesmal war der Verlust noch schlimmer, ja eine wahre Katastrophe – die Fernbedienung ist weg. DIE eine. DIE für den Fernseher. Die Indizien sind erdrückend. Gelegenheit zur Tat hatte nur: Ich (ich war es nicht), der hasigste Ehemann von allen (er war es wahrscheinlich nicht), K1 (er war es wohl eher nicht) und K2.  Ja, K2 – das ist der, der im Moment sehr gerne Dinge in den Mistkübel wirft, seine Spielsachen versteckt und dann leider aufgrund einer akuten Alzheimer-Attacke nicht mehr wiederfindet. Und er war an beiden Tagen vor Ort. Er hatte also die Gelegenheit. Und vielleicht auch irgendein Motiv. Doch was nützt mir dieser begründete Verdacht? Nichts. Denn die Polizei interessiert das nicht die Bohne. Null komma Josef. Was also in einer solchen Situation tun? Ich habe mich für die Heilige Dreifaltigkeit von Schreien, Keifen und Betteln entschieden. Mit nicht gerade unerwartetem Ergebnis: Kein Geständnis, keine Einsicht und schon gar nicht das Herausrücken des Diebesgutes. Stattdessen ernte ich von K2 nur Schulterzucken, ein entwaffnendes Lächeln und die Aussage: „Weiß nicht, ist nicht da. Ist weg.“ Tja, wo er Recht hat, hat er Recht. Und ich, ich suche weiter. Im Müll. Im Schrank. Im Bettzeugraum.

Und dann … nach ein paar Wochen, gegen Mitte/Ende Jänner so …  Dann, als wir den Verlust zwar immer noch betrauerten, uns aber schon langsam damit abgefunden hatten, da hebe ich die Puppenküche hoch. Und darunter sind sie: die Kekse. Mit Dose. Hurra. Sie sind wieder da :-). Und jetzt ist – aufgrund der der Tat inhärenten Logik – ganz und gar glasklar: Er war’s. K2. Er hat die Kekse in bzw. unter die Küche geräumt. Danke Kind.

 

2 Kommentare zu „Ganz verstohlen bestohlen.

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