Ostern und die Nachwehen ::: meine 5 Freitagslieblinge am 21. April 2017

Ostern, die Erste: Karsamstag waren wir unserer Zeit voraus und zum Ostern-Vorfeiern bei der Wiener Verwandtschaft einbestellt. Mit im Gepäck: die Schwiegers. Mit Säcken voller Ostereier bewaffnet einmal quer durch Wien zum vorösterlichen 3-Gänge-Mittagessen. Doch den Ks macht man so leicht nichts vor. Sie wissen: Jetzt kommt der Osterhase. Und Ostern wem Ostern gebührt. Suppe – uniteressant. Hauptspeise – voll faaaaaad. Was her muss, sind Eier. Und Hasen. Und Nester. PRONTO. Sonst gibt’s Aufstand. Solcherart animiert hat sich die Generation 40+ und die Generation 70+ gestaffelt aus dem Sessel gehievt  und getan, was getan werden muss: nämlich die Nester verstecken. Und dann wurde gesucht und gesucht und gesucht. Und die Ks? Die waren berauscht – vom Hasen und seinen Eiern.

Ostern die Zweite: Ostersonntag mit Osterbrunch bei uns Zuhause in Wien. Und natürlich mit Osternester-Suche.  Doch gegen so viel süße Konkurrenz kam der Brunch gar nicht gut an. Pancakes? Oster-Biskuit-Lamm? Spiegeleier? Selbstgemachte Marmelade? Geh bitte. Oder wie K2 so schön sagt: „Was soll das?“ Denn immerhin gibt es Osternester und die Ks sind richtig gut darin, Feiern AUSZUKOSTEN. Wortwörtlich. Vor allem schokoladig. Und davon gibt es jetzt eine Einkaufstüte voll. Auch wortwörtlich.

Was von Ostern bleibt? Ur viel, wie die Ks sagen: Berge von Hasen aller Couleur, die sich auftürmen. Eier über Eier. Aus Zucker, aus Schokolade, Gelee oder aus dem Hühnerpo. Und Gras – essbares oder das aus Plastik. In wilden Haufen. Ein Graus, wenn auf Schritt und Tritt Oster-Tretminen lauern. Und ich – ohne Brille blind wie ein Maulwurf – am Ostermontag auch noch gefühlt jede Tretmine auslöse. Schoko an den Socken: Da kann ich leider gar nicht frohlocken. Die Ks aber schon. Die haben so viel Osterzeug wie möglich an sich gerafft und es in ihren Schatzkisten gestopft. Für magere Zeiten. Oder für den Fall, dass mein Essen wieder mal nicht konveniert (was gefühlt fast täglich vorkommt). Schon am Montagmorgen stellt sich die Frage: „Mama, können wir Schoko zum Frühstück essen?“ Was soll ich sagen, ich befürchte, die Ks sind die unehelichen Kinder von Bridget Jones, die mir irgendjemand untergeschoben hat. Also mein mütterliches Mantra gestartet: „Nein, zuerst essen wir das Biskuit-Lamm. Die Schokoeier sind erst der Nachtisch.“ Alles super, nur die Ks hat’s nicht interessiert. Ein Biss in den saftigen Lammkuchen und „Mama, ich bin satt“ frohlockt. Und dann waren sie schon weg und bald waren die Ks und nicht mehr die Kiste voller Schokolade. Und nicht nur die Ks. auch der Tisch. Der Boden. Die Couch. Love it.

pizzaMein Lieblingsessen der Woche war Pizza. Denn am Freitagabend hat der hasigste Ehemann von allen gekocht. Mit dem Telefon. Geht ganz einfach: Bei der Pizzeria der Wahl anrufen, bestellen, warten. Ist schneller, als wenn er kocht. Denn dann sieht das ganz anders aus. Etwa so: Rezept googlen. Kopf kratzen. Denken. Zutaten zusammen suchen. Dampferl bereiten und im Backrohr bein 50 Grad gehen lassen. Derzweil mit dreckigen Fingern den Kühlschrankgriff und die Küchenkästchen auf der Suche nach Tomatensauce, Mais, Schinken, Zwiebel etc. versauen. Drauf kommen, dass das Messer nicht scharf genug ist. Messer schleifen. Zwiebel schneiden. Finger einschneiden. Verarzten. Dampferl rausnehmen. Erkennen, dass die Hefe so aufgegangen ist, dass das Backrohr jetzt voll dreckig ist. Damperl rauskratzen. Den Teig kneten. Küche im Umkreis von 2 m² versauen. Fußboden bemehlen – damit die Pizza nicht kleben bleibt. Pizza belegen und backen. Pizza mit stolz geschwellter Brust servieren, als wäre es ein eigenhändig gehäutetes Mammut. Und dann die Kinder durch den Wind schießen, wenn sie sagen: „Papa, ich hab keinen Hunger, ich hab gerade Schokoeier gegessen.“

tastaturMein Lieblingsmoment nur für mich war der Freitagnachmittag. Da konnte ich endlich ganz viel arbeiten in der Arbeit. Juhu. Denn irgendwie ging mir diese Woche ein ganzer Arbeitstag ab. Blöder Kacka-Furz-Feiertag, der da ganz plötzlich alles durcheinander bringt. Und da der hasigste Ehemann von allem nach drei Tagen Dienstreise auch wieder für den Kindereinsatz zur Verfügung stand, „durfte“ ich mal länger machen.

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Mein Lieblingsmoment mit den Kindern
war der Karsamstag. Und die Ostereiersuche bei der Verwandtschaft.

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Mein Lieblingsbuch der 
Woche ist „Mit Feuer geschrieben“ von Marcus Sakey. Eine Mischung aus Thiller und Science Fiction. Das Buch gibt mir – wie die beiden ersten Bände der Reihe – das Gefühl, dass ich es mit meinem Leben und meinen Kids doch gar nicht so schlecht getroffen habe – im Anblick eines drohendes Krieges und dem Ende der Welt wie es alle kennen. Tja Leute, man muss nur die richtigen Bücher lesen, um sich zu motivieren ;-).

Die Inspiration der Woche fand ich bei Noordwind. Und zwar in Form eines Rezepts mit dem sich selbst erklärenden Titel „Orangen-Schokoladen-Traum mit flüssigem Kern„. Warum mich gerade das inspiriert? Weil die Ks immun gegen meine Rezepte sind. Wo andere niederbrechen, bekomme ich von meinen mit Zucker overloadeden Ablegern nur ein müdes Schulterzucken. Was ich brauche? Für mich gegen den Alltagsfrust: Schokolade. Für die Ks: neue Rezepte.

Noch nicht genug ? Mehr #Freitagsliebinge gibt’s bei „Berlin Mitte Mom„.

Ein Kommentar zu „Ostern und die Nachwehen ::: meine 5 Freitagslieblinge am 21. April 2017

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  1. Orangen Schokoladen Traum mit flüssigem Kern… Wahnsinn.
    Aber ganz ehrlich Ostern kann anstrengend sein und mit zwei Kindern vermutlich erst recht, daher Respekt an dich für die glücklichen Gesichter deiner Kids, das ist alles was zählt (neben dem Orangen Schokoladen Traum mit flüssigem Kern) 🙂

    Liebe Grüße an dich und HAPPY FRIDAY ❤
    Laura

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