Die besten Ausflipp-Tipps für Wien

Ausflugtipps gibt es viele. Auch für Wien. Auch mit Kindern. Aber Ausflipp-Tipps. Die haben uns noch gefehlt – bis jetzt. Hier sind sie …

… die besten Ausflipp-Tipps für Wien mit Kind:

1. U-Bahn-Störung. Diese kommen in Wien ja schon so oft vor, dass sie fast eine eigene Touristenattraktion sind. Und das Beste: Keiner weiß, wie lange so eine Störung dauert. Oder gar warum die U-Bahn gestört ist. Blöd, wenn man am überfüllten Bahnsteig ein Kind dabei hat. Noch blöder, wenn es zwei sind. Und die es gar nicht schätzen, in die U-Bahn gestopft zu werden. Verständlich irgendwie, wenn man die Nasenspitze auf Po-Höhe der Erwachsenen hat.

2. Kletter-Affen-Happening beim Billa/ Hofer oder Merkur. Die Ks sehen die Einkaufswagen und wollen lautstark rein und gleich wieder hinaus. Die anderen Einkäufer wollen lieber, dass die Ks das Universum wechseln und sich ins nächstgelegene Paralleluniversum verzupfen oder zumindest dorthin wo der Pfeffer wächst (und das ist laut Dr. Google ursprünglich in Südindien und damit ziemlich weit out of Vienna) – zumindest den Blicken nach.

3. Öffentliche Aufzüge an Wiener U-Bahn- und Schnellbahn-Stationen. Gestörte U-Bahnen sind schon voll blöd, aber gestörte Menschen sind noch blöder. Und davon gibt es wohl in Wien irgendwo ein Nest – zumindest in der Nähe von öffentlichen Aufzügen. Denn – und das ist leider so sicher wie das Amen im Gebet – wenn irgendwo ein Aufzug ist und ein Kinderwagen oder ein Erwachsener mit einem Rudel eigen gezeugter oder mit betreuter Kleinkinder, dann sind da sicher 1.001 Menschen OHNE erkennbare Behinderung, OHNE schwere Taschen, OHNE Kinder und Wägen und OHNE Manieren, die sich vordrängen. Und blöd herumblaffen, wenn man mit Kind und Kegel nachdrängt.

4. Ampelschaltungen. Diese tragen in Österreichs Bundeshauptstadt  nicht zur Beruhigung bei, schon gar nicht zur Verkehrsberuhigung. Zumindest, wenn man ein launiges Kleinkind über den Zebrastreifen schleppt, weil dieses 1. nicht selber gehen will, 2. zu müde ist, 3. immer auf die weißen Zebrastreifen treten will und dazu Ruhe braucht … Und dann schon die Autos mit aufheulendem Motor Gummi und Gas geben, wohl in der Hoffnung, Wien wieder von einer Familie befreien zu können.

5. Rolltreppen in Kaufhäusern. Ideal, um mit Sachen voll gepackt immer wieder neue Leute kennen zu lernen – vor allem dann, wenn die Ks wieder mal nicht rechts stehen wollen oder sie so knapp aufschließen, dass die Nasenspitze in der Po-Ritze  versinkt …

6. Essen gehen in Wien. Mit Kindern. Und zwar egal ob im noblen 1. Bezirk oder in den eher erdigeren Bezirken wie dem 20. oder 21. Wiener Gemeindebezirk. An sich eine schöne Sache, wären da nicht die Kinder und das Servicepersonal und die anderen Gäste. Denn leider nehmen die Ks das mit dem „Essen gehen“ wörtlich und legen sogar noch ein Schäufelchen drauf – in Richtung „Rennen“. Während der hasigste Ehemann von allen das gelassen nimmt, schwillt mir der Kamm. Im vorauseilenden Gehorsam. Denn ich sehe die Blicke der anderen Gäste wechseln von „oh, so liebe Kinder“ zu „oh, Kinder“ und schlussendlich zu „solche Kinder!“. Dazu kommt meist nicht nur das bestellte und mit High-Speed runter geschlungene Essen, sondern als Gratis-Draufgabe der echt nicht erwünschte Input der Servicekräfte oder Wirten: „Die Kinder sollen nicht laufen, da stolpern wir drüber“. Ah geh. Wär mir gar nicht aufgefallen, dass die Ks wie ferngestört rumlaufen … Aber ich hab schon wieder die Fernbedienung vergessen, um sie auszuschalten. Ich Schussel ich.

7. Tiergarten Schönbrunn mit Kids. Schon die Anreise ist ein Abenteuer. Mit der U-Bahn, inklusive Umsteigen. Und wenn Mama auch dann noch durch einen Kinderwagen und zwei Kleinkinder so richtig mobilitätseingschränkt ist, tritt hier gleich Punkt 3 in Kraft. Ist es dann mit Schreien, Schieben, Ziehen geschafft, die Ks aus den Öffis zu bugsieren, ist die nächste Etappe zu meistern: 10 Minuten Fußweg bis zum Tiergarten. Wenn wir endlich da sind, ist es so weit: K1 ist müde, K2 will ein Eis, Mama will aufs Klo, Papa möchte seine Familie eintauschen. Aber das gehört wohl so. Nicht umsonst heißt das Sprichwort „nur die Harten kommen in den Tiergarten“, oder? Also Augen zu und ab durch die Mitte, zum ersten Tier. Doch zu welchem. K1 will zu den Tigern, K2 will ins Regenwaldhaus. Und getragen werden. Denn es ist wahlweise zu heiß (weil Sommer) oder zu kalt (weil nicht Sommer). Und wenn K2 getragen werden will, dann ortet K1 hier eine massive Ungerechtigkeit und will auch. Mit zwei Ks vollgepackt stapft der hasigste Ehemann dann durch den Tierpark. Ungefähr drei Gehege schaffen wir. Dann verliert wahlweise der hasigste Ehemann, ich oder eines der Ks die Lust. Also Abmarsch. Mit Fußmarsch zu U-Bahn und dann schnell mit den Öffis nach Hause. So in einer Stunde etwa …

8. Wiener Spaziergänge mit Mehrwert. Leider gibt es in Wien seit Jahren ein leidiges Problem: Hundekot. Und zwar vor allem auf Spielplätzen und Parks. Aber natürlich auch ganz freestyle auf dem Gehsteig und bevorzugt dort, wo man parkt und aussteigt. Ein Schritt, von dem man mehr hat. Nämlich mehr zum Putzen. Vor allem mit Kindern. Hier gibt’s noch mehr Hundekacke.

9. Kinderspielplätze ohne Infrastruktur und Schatten. Denn irgendwie schießen zwar die Kinderspielplätze wie Schwammerl aus dem Boden, aber nicht die schattige Bepflanzung. Was dazu führt, dass sie im Sommer zwischen 12:00 und 16:00 nicht nutzbar sind und wenn dann nur mit ganz viel Wasser und Riesen-Sonnenhut. Und das führt zum zweiten Problem. Den nicht vorhandenen öffentlichen Toiletten. Wenn Mama Glück hat, gibt es ein ziemlich versautes, schon überschwappendes Mobilklo irgendwo in Riechweite des Spielplatzes. Der eine oder andere – mehr oder weniger – geneigte Leser mag nun einwenden, dass ein Klo ja eh wurscht ist, da die Ks ja mit Penissen und noch wenig Schamgefühl ausgestattet sind und daher auch einen Baum mit ihrem Urinstrahl einsauen könnten. Ja eh. Die Ks schon. Aber die sind nun mal leider nicht allein am Spielplatz mit ihren  3 1/2 bzw. 5 1/4 Jahren, sondern sie sind mit mir hier. Und mit meiner Blase. Und die will ein Klo. Und keinen Baum.

10. Und nicht zu vergessen. Ausflippen in den eigenen vier Wänden  – weil die Ks wieder einmal daneben stehen, wenn Mama tippen will. Und fragen: „was machst du?“ und „kann ich Pudding haben? Warum nicht? Mamaaaaa?“

Und? Wie ist das bei Euch? Habt ihr noch weitere wertvolle Ausflipp-Tipps? Dann nur her damit :-).

Bild: pixaby, boitw, gemeinfrei

10 Kommentare zu „Die besten Ausflipp-Tipps für Wien

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  1. Hahaaa, sehr amüsanter Artikel 😂 Mein Favorit: die Rolltreppen 🙈🙈🙈 wir müssen immer zig mal rauf und runter, die Leute schauen uns schon an. Leider ist der Maus auch egal ob ich Kiwagen mithabe oder nicht 🙄😒

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