Hauptsache, die Wäsche stimmt

Seit der Harte und der Zarte das sind, habe ich eine neue, echt ungeliebte Lebensaufgabe: Wäsche waschen. Zumindest kommt es mir so vor. Ich wasche. Ich wasche. Ich wasche jeden Tag. Und dann räum ich weg. Und weg. Und weg. Und bin ganz hin und weg davon.

Vor den heimeligen Fenstern toben Stürme? Politische und reale. Macht nichts! Hauptsache, die Wäsche ist gemacht.

Zwei Kleingeistige – wenn nicht Kleinkinder – sitzen an den globalen Hebeln der Macht und wollen testen, wer die größte Atombombe hat? Und es steigt ein kaltes Gefühl auf. Eines, das nach Kaltem Krieg riecht. Nach Atomkrieg. Nach „the end of the world as we know it“ und „final countdown“. Macht nichts! Hauptsache, die Kinder sind adrett und ihre Kleidung nett.

Ich mag die Wäsche nicht. Nicht nur, weil sie Arbeit macht und prall gefüllte Wäschekörbe sauschwer sind, sondern vor allem: Weil sie das Gefühl vermittelt, dass wir alles im Griff haben und dass unsere Welt in Ordnung ist, so wie sie ist. Das riecht verdächtig nach Biedermeier und nach Rückzug. Ins Private. Das hat was von: In der Geisterbahn die Augen  zumachen und sagen, ist eh alles super.

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