Wie muss eine gute Mutter sein?

Was ist eine gute Mutter? Darüber streiten sich die Geister. Und zu diesem Thema wurden schon viele Tausend Seiten geschrieben. Als Zweifach-Mama habe ich für mich ein paar Kriterien festgemacht, was für mich persönlich eine gute Mutter ist und was gar nicht geht.

Denn es gibt da ein paar KO-Kriterien, mit denen man garantiert eine schlechte Mutter ist. Hier die tragischen Top-5:

  1. Gewalt anwenden – weder körperliche, noch seelische. Der „stille Stuhl“ oder die „stille Treppe“ sind genauso schädlich wie das „Schreien lassen“ kleiner Kinder oder das Ferbern.
  2. Kinder, die Angst haben, allein lassen. Und das deutet auch: Wenn Kinder mit 5 Jahren noch nicht alleine schlafen können, weil sie Angst haben, dann ist das auch ok. Da heißt es dann Geduld haben. Denn erfüllte Bedürfnisse (wie das Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit in der Nacht), verschwinden von selbst. Es gibt kaum einen 19  Jährigen, der ins Bett der Eltern kriecht, weil er Angst im Dunkeln hat.
  3. Das eigene Kind abwerten. Das fängt an bei „sei nicht so eine Heulsuse“, „Wein nicht, du bist doch kein Mädchen“, geht über „es ist doch nichts passiert“ und endet bei „wie dumm bist du eigentlich?“.
  4. Die Kinder „abdrehen“. Kinder wollen ihre Welt entdecken, sie wollen Quatsch machen, sie wollen Kinder sein. Und da kann es schon passieren, dass etwas schmutzig wird.
  5. Die Gefühle der Kinder ignorieren: Kinder wissen, wann sie satt sind und wann sie Hunger haben – aber das lässt sich abtrainieren. Um ihnen dann später vorzuhalten, dass sie zu viel essen. Und Kinder wissen auch, wem sie ein Küsschen geben wollen und wann sie umarmt und gekuschelt werden wollen. Auch diese körperlichen Grenzen werden gerne abtrainiert, damit die Kinder nicht Verwandte und Bekannte vor den Kopf stoßen. Das ist gefährlich.

 

Wer das NICHT macht, ist schon mal auf dem besten Weg, eine gute Mutter zu sein. Und da gibt es noch ein Advances-Package. Hier die Top 5:

  1. Hinter dem eigenen Kind stehen und ihm den Rücken stärken. Nur wenn Kinder das Gefühl haben, dass sie gut sind, so wie sie sind, können sie sich gut entwickeln.
  2. Die Fähigkeit, sich in andere einzufühlen und die Perspektive anderer zu übernehmen, vorleben. Denn aus unterdrückten Kindern werden keine empathischen Menschen.
  3. Bewegung ermöglichen: Kinder müssen sich bewegen können – auch in den eigenen vier Wänden. Nur so können sie ihr eigenen Fähigkeiten ausprobieren.
  4. Freies Spiel ermöglichen. Spielen ist der Modus, im den Kinder die Welt entdecken. Kinder können ganz automatisch spielen, sie brauchen niemanden, der ihnen zeigt, wie es geht oder sie korrigiert.
  5. Sicherheit und Geborgenheit geben. Das gelingt sehr gut mit Ritualen: Vor dem Schlafengehen eine Geschichte lesen, kuscheln und dann den Tag Revue passieren lassen. Sich immer verabschieden, immer dem Kind sagen, wer es wann wo abholt. Immer präsent sein  und zwar nicht nur körperlich anwesend, sondern tatsächlich emotional in Beziehung mit dem Kind sein.

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